Projekt

GPS im Forst

Einsatz von low-cost GPS-Empfängern für forstliche Anwendungen

Ziel:

Gemeinsam mit der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg ist ein Projekt zum Einsatz von Low-cost GPS-Empfängern auf Revierebene durchgeführt worden. Die Untersuchungen zielten im Wesentlichen auf die erreichbare Genauigkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit bei der Erfassung von punktförmigen Objekten ab. Dabei wurde unter Anderem der Einfluss von unterschiedlichen Beschirmungen in verschiedenen Bestandssituationen untersucht.

 (c) Abb. Versuchsaufbau unter dichtem Laubwerk (© iigs)

Vorgehensweise:

Es wurde fünf verschiedene Low-cost GPS-Empfänger beschafft, die in zwei unterschiedlich charakterisierten Waldgebieten simultan untersucht wurden. Neben den geodätischen Kriterien zur Bewertung der Empfänger sind auch Aspekte zur Akzeptanz, zur Bedienbarkeit und zum Support überprüft worden.

Ergebnisse:

Da insbesondere die Genauigkeitsanforderungen zur Erfassung forstlicher Objekte (z. B. Holzpolter) nicht sehr hoch sind und die Empfangsleistung auch im dichten Wald gut war, ist grundsätzlich ein hohes Potenzial für den Einsatz von Low-Cost GPS-Empfängern vorhanden. Zwischen den einzelnen Empfängern wurden Unterschiede sowohl hinsichtlich Genauigkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit als auch bezüglich der verschiedenen Bedienbarkeitsaspekte festgestellt. Der Garmin eTrex ist als bestes Testgerät für den Einsatz im Forst empfohlen worden. Die erreichte mittlere Standardabweichung aller Punktmessungen über 10 Minuten ist 6,7 m, die Zuverlässigkeit liegt bei 97,9 % und die Verfügbarkeit einer 10-minütigen Punktmessung, wenn höchsten 30 Sekunden Datenausfälle zugelassen werden, beträgt 98,7 %.

Inzwischen ist jedes Revier mit einem Garmin eTrex ausgestattet und die Fuhrunternehmen, die die Polter im Wald abholen, verlangen zunehmend nach einer koordinatenmäßigen Beschreibung des Abfuhrortes.

Ansprechpartner:

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Prof. Dr.-Ing. habil.

Volker Schwieger

Institutsleiter

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